Der kommissarische Minister für Europäische Fonds, Dragoș Pîslaru, wirft der PSD vor, der von Ilie Bolojan geführten Regierung die Auswirkungen der zur Stabilisierung der öffentlichen Finanzen beschlossenen Steuermaßnahmen zuschreiben zu wollen. Er erklärt, die Probleme, die den Lebensstandard beeinträchtigt hätten, seien von der Regierung Marcel Ciolacus im Zeitraum 2023–2025 verursacht worden.
Pîslaru zufolge verzeichnete Rumänien damals ein Haushaltsdefizit von 9,3 Prozent – das höchste in der Europäischen Union. Der Minister erklärt, die PSD habe Ausgaben und wahlpolitisch motivierte Maßnahmen unterstützt, die sich der Staat nicht habe leisten können, und anschließend Reformen sowie Ausgabenkürzungen vermieden.
Pîslaru zufolge waren die Maßnahmen des Kabinetts Bolojan notwendig, um einen wirtschaftlichen Stillstand, eine Herabstufung Rumäniens in die Kategorie „Ramsch“ und eine Zahlungsunfähigkeit zu verhindern. Zudem erklärt er, die Regierung habe die PNRR-Mittel gerettet und als wesentlich erachtete Investitionen für die Wirtschaft und den Abbau des Defizits abgeschlossen.
Der kommissarische Minister wirft der PSD eine Doppelmoral vor und betont, dass die Steuermaßnahmen der Regierung Bolojan auch mit den Stimmen der Sozialdemokraten, die Mitglieder der Koalition sind, beschlossen worden seien. Pîslaru weist damit die Kritik zurück, wonach die derzeitige Politik Rumänien „verarmen“ lasse.
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