Der designierte Ministerpräsident Siegfried Mureșan hat am Mittwoch erklärt, warum er nicht zur PSD-Zentrale gegangen ist, um sich mit dem Parteivorsitzenden Sorin Grindeanu zu treffen. Mureșan zufolge war kein Treffen zu einer bestimmten Uhrzeit oder an einem bestimmten Ort vereinbart worden. Außerdem sei es ihm als selbstverständlich erschienen, dass die Gespräche über die Investitur der Regierung im Parlament stattfinden sollten.
Nach Angaben des designierten Ministerpräsidenten telefonierten die beiden gegen 11:30 Uhr. Grindeanu habe ihn um die wichtigsten Elemente des Regierungsprogramms gebeten, woraufhin Mureșan mitgeteilt habe, dass das Dokument noch ausgearbeitet werde. Nach einer Pressekonferenz und Treffen mit den Parlamentsfraktionen von PNL, USR, UDMR und den Minderheiten stellte er die Leitlinien fertig und schickte sie Grindeanu zwischen 17:00 und 18:00 Uhr. Später machte er sie öffentlich.
Am selben Tag wartete Grindeanu bis 17:00 Uhr in der PSD-Zentrale auf Mureșan. Weil dieser nicht erschien, forderte der sozialdemokratische Vorsitzende ihn erneut auf, sein Mandat niederzulegen. Grindeanu erklärte, Mureșan strebe das Amt des Ministerpräsidenten nicht wirklich an und könne unter diesen Umständen nicht die Stimmen der PSD erhalten. Mureșan zeigte sich zuversichtlich, in den kommenden Tagen mit Grindeanu „auf Augenhöhe“ zu sprechen.
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