Der kommissarische Ministerpräsident Ilie Bolojan erklärte am Donnerstagabend, dass die PNL die Durchführung vorgezogener Neuwahlen nicht sabotieren werde, falls diese zur verfassungsmäßigen Lösung der politischen Krise in Rumänien werden sollten. Er betonte jedoch, dass er ein solches Szenario nicht wünsche und die Bildung einer funktionsfähigen Regierung Priorität habe.
Die Erklärung gab er beim Sender B1 TV ab, nachdem der liberale Parteichef gefragt worden war, ob sich die Partei auf eine Regierungsbeteiligung, die Opposition oder mögliche vorgezogene Neuwahlen vorbereite. Bolojan erläuterte, dass die Verfassung im Falle einer anhaltenden politischen Blockade oder der wiederholten Ablehnung einer Regierung die Einleitung des Verfahrens für vorgezogene Neuwahlen ermögliche.
Der kommissarische Ministerpräsident erklärte, dass sich die PNL nicht widersetzen werde, wenn diese Voraussetzungen erfüllt seien und der Präsident Rumäniens vorgezogene Neuwahlen als geeignete Lösung erachte. Er bezeichnete vorgezogene Neuwahlen als eine schwierige, aber in der Verfassung vorgesehene Lösung.
Bolojan warf der PSD zudem vor, durch ihre Haltung zur Verschärfung der Krise beigetragen zu haben, und erklärte, dass die PNL in dieser Zeit konsequent geblieben sei. Die Äußerungen fallen vor dem Hintergrund der Verhandlungen und des Fehlens einer stabilen politischen Konstellation zur Bildung der neuen Regierung.
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