Die Vereinigten Staaten haben erstmals öffentlich bestätigt, eine Raumwaffe in der Erdumlaufbahn stationiert zu haben. US-Beamte bezeichneten sie als ein System zum Schutz der US-Streitkräfte vor Bedrohungen durch Gegner. Die Ankündigung erfolgte am Montag auf der Konferenz Air, Space and Cyber vor dem Hintergrund von Sorgen über Programme Russlands und Chinas, die auf den Angriff oder die Störung von Satelliten abzielen.
Der US-Luftwaffenminister Troy Meink erklärte, die „im Orbit“ befindliche Waffe sei notwendig, um auf sich entwickelnde Bedrohungen zu reagieren. Der Beamte machte weder Angaben zu den Fähigkeiten des Systems noch dazu, wann es ins All gebracht wurde.
Raumsysteme und Abfangraketen gelten als Bestandteile des Projekts Golden Dome, das von der Trump-Regierung zum Schutz des US-Territoriums vor Raketen und anderen Bedrohungen aus der Luft initiiert wurde.
Der internationale Vertrag von 1967 verbietet die Stationierung von Massenvernichtungswaffen in der Umlaufbahn, schließt andere antisatellitengestützte Fähigkeiten jedoch nicht ausdrücklich aus. Diese können die militärische Kommunikation, Überwachung und Navigation beeinträchtigen. Die 2019 gegründeten US Space Forces haben den Auftrag, amerikanische Weltraumressourcen zu schützen. Laut einem Sprecher können die Operationen kinetische und nichtkinetische Mittel sowohl zur Verteidigung als auch zum Angriff umfassen.
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