Südkorea hat Nordkorea am Freitag offiziell Gespräche über die gegenseitige Bestätigung des genauen Verlaufs der militärischen Demarkationslinie innerhalb der Demilitarisierten Zone (DMZ) vorgeschlagen. Seoul strebt außerdem die Wiederherstellung der Kommunikationsverbindungen zwischen den Armeen sowie die Verhinderung unbeabsichtigter Konfrontationen im Grenzgebiet an.
Das südkoreanische Verteidigungsministerium teilte mit, die Einzelheiten zu Terminen und Orten könnten über Panmunjom, den einzigen direkten Kontaktpunkt zwischen den beiden Staaten innerhalb der DMZ, erörtert werden. Der stellvertretende Verteidigungsminister Kim Hong-cheol erklärte, die Verhandlungen könnten auch das Kommando der Vereinten Nationen einbeziehen, und äußerte die Hoffnung auf einen positiven Ausgang der Initiative.
Der Vorschlag folgt auf eine Reihe schwerwiegender Zwischenfälle. Ende September wurden bei der Explosion einer nordkoreanischen Mine in der DMZ drei südkoreanische Soldaten verletzt. Das UN-Kommando stufte den Vorfall als Verletzung des Waffenstillstands ein. In den vergangenen Monaten gab die südkoreanische Armee Dutzende Male Warnschüsse ab, nachdem sie das Eindringen nordkoreanischer Soldaten südlich der Demarkationslinie gemeldet hatte.
Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund eines Kurswechsels in Seoul nach dem Amtsantritt von Präsident Lee Jae Myung im Jahr 2025. Südkorea stellte die Propagandasendungen ein und begann mit dem Abbau der Lautsprecher an der Grenze. Daraufhin setzte auch Nordkorea seine Sendungen aus. Die bilateralen Beziehungen bleiben jedoch angespannt, da Pjöngjang den Süden als seinen Hauptfeind bezeichnet.
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