Die spanische Nationalpolizei, unterstützt von Europol und den deutschen Behörden, zielt auf eine nigerianische Syndikat ab, das in Cyberbetrug und Menschenhandel verwickelt ist.
Madrid, 9. Januar 2026 – Die spanische Nationalpolizei hat eine große Operation gegen die internationale kriminelle Organisation, die unter dem Namen "Black Axe" bekannt ist, durchgeführt, die mit 34 Festnahmen und einer erheblichen Störung der Aktivitäten der Gruppe endete. Die Aktion, die in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landeskriminalamt und Europol durchgeführt wurde, zielte auf ein extrem strukturiertes Netzwerk ab, das für Schäden durch Betrug von über 5,93 Millionen Euro verantwortlich ist.
Kurz gesagt
Die Operation führte zur Festnahme von 34 Personen in ganz Spanien, wobei die meisten Festnahmen in Sevilla, gefolgt von Madrid, Málaga und Barcelona stattfanden.
Die Ermittler entdeckten Betrugsmaschen, die Schäden von über 5,93 Millionen Euro verursachten, und beschlagnahmten über 66.000 Euro in bar, während gleichzeitig fast 120.000 Euro auf Bankkonten eingefroren wurden.
Das Netzwerk rekrutierte verwundbare Personen aus armen Gegenden als "Geldkurieren", um Straftaten zu erleichtern, die von Cyberbetrug bis hin zu Menschenhandel und Drogenhandel reichten.
Die Operation konzentrierte sich auf den Kern des Black Axe-Netzwerks, eine hierarchische Gruppe mit Ursprüngen in Nigeria und einer Präsenz in Dutzenden von Ländern. Unter den festgenommenen Verdächtigen bestand die zentrale Führungsgruppe aus zehn Personen nigerianischer Nationalität. Das Netzwerk ist bekannt für seine Beteiligung an einer Vielzahl von kriminellen Aktivitäten, einschließlich Cyberbetrug, Drogen- und Menschenhandel, Entführungen und bewaffneten Raubüberfällen. Die Gruppe generiert jährlich Milliarden von Euro durch zahlreiche Kleinoperationen, die kollektiv massive finanzielle Auswirkungen haben.
Ein Schlüsselaspekt der Ermittlungen offenbarte die Arbeitsweise der Gruppe in Bezug auf Geldwäsche. Das Netzwerk rekrutierte "Geldkurieren" – oft aus armen Gebieten mit hohen Arbeitslosenquoten – um illegale Gelder zu transferieren. Die meisten dieser ausgebeuteten Personen waren spanischer Nationalität. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit war entscheidend, wobei deutsche Beamte vor Ort eingesetzt wurden und Europol Informationen zur Analyse bereitstellte, um die disperse Struktur der Gruppe zu kartieren und lokale Straftaten mit dem größeren internationalen Syndikat zu verbinden.
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