Wenige Tage vor den vorgezogenen Parlamentswahlen organisierte die von Studierenden angeführte Bewegung in Belgrad eine Kundgebung, an der etwa 150.000 Menschen teilnahmen, während die Kampagne auch durch vorbereitende Märsche aus mehreren Städten unterstützt wurde. Parallel dazu übten die Studierenden auch öffentlichen Druck auf die Medieninstitutionen aus: Nach Sonntag forderten sie den Rücktritt der Leitung des Serbischen Rundfunks (RTS) und warfen dem Sender vor, die Partei von Aleksandar Vučić begünstigt zu haben.
Im Hinblick auf die Wahlorganisation reichten die Studierenden bei der Wahlkommission in Belgrad eine Liste mit 250 Kandidaten für die ursprünglich für den 25. Oktober angesetzte Wahl ein, und dem Abstimmungsergebnis ging die Anerkennung der Niederlage durch Vucic infolge der Schätzungen zur Mandatsverteilung voraus. In der Wahlnacht stellte RTS die Berichterstattung über die Demonstrationen in Belgrad ein, nachdem Vučić seine Niederlage eingeräumt hatte.