Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, bei den massiven Angriffen auf die Energieinfrastruktur der Ukraine in der Nacht von Freitag auf Samstag ballistische KN-23-Raketen eingesetzt zu haben, die von Nordkorea hergestellt und geliefert wurden. Technische Untersuchungen an den getroffenen Zielen dauern an.
Nach Angaben des ukrainischen Militärs hat Russland 36 ballistische Raketen und 172 Drohnen gestartet. Die Angriffe führten zu Unterbrechungen der Stromversorgung in den Regionen Dnipropetrowsk, Donezk, Kiew, Schytomyr und Charkiw.
Das ukrainische Energieministerium teilte mit, dass die Übertragungs- und Verteilernetze schwer beschädigt worden seien, ohne die Zahl der Haushalte zu nennen, die ohne Strom geblieben sind. Die jüngsten Angriffe verursachten erhebliche Schäden im Energiesektor und an der Infrastruktur, insbesondere in der Hauptstadt.
Die Behörden in Kiew befürchten im Winter weitere Unterbrechungen der Strom-, Wärme- und Wasserversorgung. Selenskyj zufolge soll die Intensivierung der Bombardierungen Druck auf die Ukraine und ihre Verbündeten vor dem für den 10. und 11. November in Abu Dhabi geplanten trilateralen Treffen zwischen Vertretern Kiews, Washingtons und Moskaus ausüben. Bei dem Treffen soll versucht werden, die ins Stocken geratenen Verhandlungen wiederzubeleben.
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