Russland hat angekündigt, dass es Änderungen am überarbeiteten Friedensplan mit 20 Punkten, der vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorgeschlagen wurde, verlangen wird. Laut einer Quelle aus dem Umfeld des Kremls wird das Dokument als "Ausgangspunkt" für Verhandlungen angesehen, lässt jedoch wichtige Aspekte für Russland aus, wie etwa die Garantien gegen die NATO-Osterweiterung und den neutralen Status der Ukraine im Falle eines Beitritts zur Europäischen Union. Moskau ist der Ansicht, dass die Beschränkungen für die ukrainischen Streitkräfte zu mild sind und fordert Klarstellungen zum Status der russischen Sprache in der Ukraine sowie die Aufhebung von Sanktionen und eingefrorenen Vermögenswerten.
Obwohl Russland das Dokument "kaltblütig" analysiert, beabsichtigt es nicht, es abzulehnen, um die Vereinigten Staaten nicht zu verärgern. Selenskyjs Friedensplan umfasst einen Nichtangriffspakt und Sicherheitsgarantien von den USA und der NATO, aber das Problem der besetzten Gebiete bleibt ungelöst. Moskau fordert den Rückzug der ukrainischen Streitkräfte aus Donezk, während Washington einen Kompromiss durch eine Freihandelszone vorschlägt, die einem Referendum unterliegt.
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