Russland hat die Spionageoperationen in Wien intensiviert und nutzt den Neutralitätsstatus Österreichs sowie gesetzliche Lücken. Etwa 500 russische Diplomaten befinden sich in Österreich, von denen ein Drittel Informationsaktivitäten durchführt. In den letzten zwei Jahren sind zahlreiche Satellitenschüsseln auf von Russland betriebenen Gebäuden aufgetaucht, die zur Abhörung von Regierungs- und Militärkommunikationen der NATO verwendet werden.
Ein europäischer Diplomat hat die Bedeutung Wiens als operatives Zentrum für Russland in Europa hervorgehoben. Außerdem erleichtert ein russischer Komplex am Ufer der Donau, bekannt als 'Russencity', den Zugang zu Satellitenkommunikationen. Obwohl das österreichische Gesetz die strafrechtliche Verfolgung von Spionage einschränkt, arbeiten die österreichischen Behörden mit europäischen Partnern zusammen, um Informationen über verdächtige Aktivitäten Russlands auszutauschen.
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