Ein großangelegter Einsatz der brasilianischen Polizei in Rio de Janeiro führte zum Tod von mindestens 132 Personen, darunter vier Polizisten. Die Operation, die als die blutigste in der Geschichte der Stadt gilt, richtete sich gegen Mitglieder der kriminellen Bande Comando Vermelho und umfasste 69 Haftbefehle und 180 Adressen. Die Behörden beschlagnahmten 31 Gewehre und nahmen 81 Personen fest, darunter einen Anführer der Gruppe.
Der Einsatz wurde vom Büro für Menschenrechte der Vereinten Nationen verurteilt, das sich "entsetzt" über die hohe Zahl der Opfer äußerte. Die Bewohner beschrieben die Szenen in den Favelas Alemão und Penha als "kriegsähnlich", mit Schusswechseln und brennenden Bussen. Der Gouverneur des Bundesstaates, Cláudio Castro, erklärte, dass der Einsatz zwei Monate lang geplant war und betonte die Herausforderungen, mit denen die Polizei konfrontiert ist, und erwähnte den Einsatz von Drohnen durch Kriminelle. Am Tag des Einsatzes wurden die Schulen geschlossen, und viele Bewohner waren in ihren Häusern eingeschlossen. Diese Operation ist Teil der Bemühungen des Gouverneurs, die Kriminalität vor den Wahlen im nächsten Jahr zu bekämpfen.