Der polnische Inlandsgeheimdienst (ABW) hat einen 17-Jährigen festgenommen, der im Verdacht steht, groß angelegte bewaffnete Angriffe auf eine Schule und eine Moschee vorbereitet zu haben. Der als Pawel G. identifizierte Jugendliche soll Sympathisant der Nazi-Ideologie gewesen sein.
Bei der Durchsuchung seiner Wohnung beschlagnahmten die Ermittler Messer, ein Bajonett, explosives Material sowie Gegenstände mit faschistischen und nationalsozialistischen Symbolen. Die Auswertung der Telefone und des Computers des Verdächtigen soll Gespräche über die Vorbereitung von Massenangriffen zutage gefördert haben.
Die ABW teilte mit, dass kürzlich zwei weitere Minderjährige im Zusammenhang mit diesem Fall festgenommen worden seien. Nach Angaben der Ermittler sollen die drei mit rechtsextremen Aktivisten auf den Plattformen Telegram und Discord kommuniziert und die Vorgehensweise der Urheber früherer Terroranschläge analysiert haben.
Der polnische Justizminister Waldemar Żurek erklärte, die Behörden würden Faschismus, Hass und die Planung blutiger Anschläge nicht tolerieren. Pawel G. weist die Vorwürfe zurück, ihm drohen jedoch bis zu 15 Jahre Haft, sollte er schuldig gesprochen werden.
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