Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez versprach am Samstag, die Gesetzgebung zum Thema Wohnen zu stärken, falls die Sozialistische Partei bei den vorgezogenen Parlamentswahlen am 29. November eine absolute Mehrheit erhält. Die Ankündigung erfolgte in Andalusien bei seiner ersten Wahlkampfkundgebung vor dem Hintergrund der umfangreichen Mobilisierungen, die durch die Wohnungskrise in Spanien ausgelöst wurden.
Sánchez erklärte, ein künftiges Parlament mit einer breiten progressiven Mehrheit werde die Gesetze zum Schutz kleiner Eigentümer und Mieter vor Immobilienspekulation beibehalten und stärken. Die Erklärung erfolgte drei Tage nach dem Tod von Maricarmen Abascal, einer 87-jährigen Rentnerin, deren Räumung aus ihrer Wohnung in Madrid landesweit Proteste und Empörung ausgelöst hatte.
In der vergangenen Woche lehnte das Parlament zwei Gesetzesentwürfe ab, die von der linken Regierung als Lösungen für die Wohnungskrise vorgelegt worden waren. Nach dieser Abstimmung setzte Sánchez vorgezogene Wahlen an. Der seit 2018 regierende Ministerpräsident, dem eine parlamentarische Mehrheit fehlt, hofft, dass die Vorhaben, gegebenenfalls in geänderter Form, im Rahmen eines Sonderverfahrens verabschiedet werden.
Der Vorsitzende der Volkspartei, Alberto Núñez Feijóo, veranstaltete in Madrid eine Kundgebung mit etwa 2.000 Teilnehmern und versprach „Ordnung, Sicherheit und Wohlstand“. Gemeinsam mit den ehemaligen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und José María Aznar kritisierte er Sánchez unter anderem für den Umgang mit der Migration und der Krise in Ceuta.
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