Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Freitag die Armee angewiesen, die vollständige Abriegelung des besetzten Westjordanlands vorzubereiten. Zuvor war es in Hebron zu einem bewaffneten Anschlag auf israelische Soldaten gekommen, bei dem fünf Menschen verletzt wurden. Zwei der Verletzten befinden sich nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom in kritischem Zustand.
Der Anschlag ereignete sich am Freitagmorgen an einem Kontrollpunkt nahe einer wichtigen Kreuzung im Norden der Stadt Hebron. Zwei schwarz gekleidete Männer, von denen einer mit einer Maschinenpistole und der andere mit einer halbautomatischen Pistole bewaffnet war, eröffneten das Feuer auf die Soldaten. Es folgte ein etwa 20-minütiger Schusswechsel, bei dem die beiden Angreifer getötet wurden.
Netanjahu ordnete die sofortige Einrichtung einer Blockade um Hebron an und forderte die Vorbereitung einer Ausweitung der Maßnahme auf das gesamte Westjordanland. Er erklärte, ein groß angelegter Anschlag sei verhindert worden, und sagte Wahlkampfveranstaltungen der Likud-Partei ab.
Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die Hamas bezeichnete ihn als „heldenhafte Operation“, übernahm jedoch keine Verantwortung. Der Vorfall ereignet sich vor den für Dienstag angesetzten Parlamentswahlen in Israel vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen im Westjordanland, das seit 1967 von Israel besetzt ist.
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