Der israelische Außenminister Gideon Sa’ar hat die Schließung des Konsulats des Vereinigten Königreichs in Ostjerusalem und die Ausweisung britischer Vertreter aus dem Zivil-Militärischen Koordinierungszentrum (CMCC) in Kiryat Gat angekündigt. Die Maßnahmen werden als Reaktion auf die von London gegen einige israelische Siedlungen im Westjordanland verhängten Sanktionen dargestellt.
Israel wird außerdem die von den britischen Streitkräften angebotene Ausbildung der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah einstellen. Darüber hinaus dürfen 12 britische Staatsbürger, darunter Abgeordnete und Mitglieder verschiedener Organisationen, Israel künftig nicht mehr betreten. Auf der von den israelischen Behörden veröffentlichten Liste stehen die Abgeordneten Jeremy Corbyn, Zarah Sultana, Naz Shah, Diane Abbott, Hannah Spencer, Carla Denyer, Sian Berry, Ellie Chowns, John McDonnell, Richard Burgon und Adrian Ramsay sowie Fahad Ansari, der Direktor der Organisation Riverway to the Sea.
Sa’ar bezeichnete die britischen Sanktionen als eine „eklatante“ Einmischung in Wahlen und erklärte, dass sie die Aussicht auf eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts weiter entfernten.
Der israelische Minister warf der Labour-Regierung in London vor, systematisch gegen Israel vorzugehen, und erklärte, die beschlossenen Maßnahmen stellten seiner Ansicht nach eine Reaktion auf feindselige Handlungen dar.
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