Brüssel, 29. Dezember 2025 - Die Europäische Union hat die Durchführung der vorgezogenen Parlamentswahlen in Kosovo begrüßt und mitgeteilt, dass die finanzielle und politische Unterstützung für die Behörden in Pristina von der schnellen Bildung neuer Institutionen und dem Fortschritt bei den mit dem europäischen Weg verbundenen Reformen abhängt.
Kurz gesagt
Die EU begrüßt die vorgezogenen Parlamentswahlen in Kosovo.
Die finanzielle Unterstützung ist an Reformen und die Ratifizierung der Vereinbarungen im Wachstumsplan gebunden.
216 Millionen Euro wurden bereits freigegeben, weitere 205 Millionen sind geplant.
Der Dialog zwischen Kosovo und Serbien bleibt die Schlüsselbedingung für den europäischen Fortschritt.
Nach der Wahl am 28. Dezember, die im Kontext einer politischen Blockade nach den Wahlen im Februar 2025 stattfand, hat die Europäische Union betont, dass sie erwartet, dass das neue Parlament und die neue Regierung ohne Verzögerungen gebildet werden. Laut Brüssel muss die nächste Phase die Beschleunigung der notwendigen Reformen in Bereichen, die mit der europäischen Integration verbunden sind, umfassen.
Die EU hat die aktive Teilnahme aller Gemeinschaften und politischen Parteien an den Wahlen gewürdigt und den Wahlprozess als ein Zeichen des Engagements für die demokratischen Prinzipien bewertet. In diesem Zusammenhang hat die Union eine Mission von Experten zur Wahlbeobachtung durchgeführt, die in Kosovo bleiben wird, um die nachwahllichen Verfahren zu überwachen.
Ein zentrales Element der Botschaft aus Brüssel bezieht sich auf den Wachstumsplan für den Westbalkan, ein zeitlich begrenztes Finanzinstrument, das für den Zeitraum 2024–2027 gilt. Die Europäische Union hat ausdrücklich gefordert, dass das neue kosovarische Parlament die entsprechenden Vereinbarungen zu diesem Plan schnell ratifiziert, um den vollständigen Zugang zu den verfügbaren Mitteln zu ermöglichen.
Parallel dazu hat die Europäische Union bekräftigt, dass die Normalisierung der Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien durch den von der EU erleichterten Dialog die wesentliche Bedingung für den Fortschritt beider Seiten auf dem europäischen Weg bleibt. Brüssel hat die Erwartung wiederholt, dass alle zuvor übernommenen Verpflichtungen ohne Verzögerungen oder zusätzliche Bedingungen umgesetzt werden und hat sich bereit erklärt, ein hochrangiges Treffen zu veranstalten, sobald die Umstände es erlauben.
Finanziell hat die EU daran erinnert, dass sie bereits begonnen hat, die restriktiven Maßnahmen gegen Kosovo aufzuheben, indem sie 216 Millionen Euro nach der geordneten Übertragung der lokalen Verwaltungen nach den jüngsten Kommunalwahlen freigegeben hat. Darüber hinaus beabsichtigt die Union, zu Beginn des nächsten Jahres weitere 205 Millionen Euro freizugeben.