Pakistan hat von Donnerstag auf Freitag Luftangriffe auf große Städte in Afghanistan und auf Ziele der Taliban-Regierung, einschließlich der Hauptstadt Kabul, gestartet, während der pakistanische Verteidigungsminister erklärte, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern in einen "offenen Krieg" eingetreten sind, nach Monaten gegenseitiger Auseinandersetzungen.
AFP-Journalisten berichteten von Explosionen und Kampfjets in Kabul und Kandahar und bestätigten die militärischen Operationen Pakistans, die durch Angriffe afghanischer Truppen auf pakistanische Grenztruppen ausgelöst wurden.
Die Spannungen zwischen Pakistan und Afghanistan sind in den letzten Monaten gestiegen und gipfelten in Kämpfen an der Grenze, die über 70 Tote forderten. Die pakistanische Regierung beschuldigt die afghanischen Behörden, nicht gegen militante Gruppen vorzugehen, während die Taliban diese Vorwürfe zurückweisen.
Der Informationsminister Pakistans bestätigte die Angriffe auf Taliban-Ziele, und der Verteidigungsminister erklärte, dass sein Land sich in einer "totalen Konfrontation" mit der Taliban-Regierung befinde. Der Experte Michael Kugelman betonte, dass die Luftangriffe eine erhebliche Eskalation des Konflikts darstellen. Die von Katar und der Türkei vermittelten Verhandlungen konnten keine dauerhafte Einigung erzielen, und Saudi-Arabien hat kürzlich interveniert, um den Dialog zu erleichtern.
Nach den Angriffen wurden Opfer gemeldet, darunter afghanische Soldaten und Zivilisten, und die Taliban kündigten "umfassende Offensivoperationen" als Antwort an. Auch in beiden Ländern kam es zu gewalttätigen Angriffen, einschließlich Selbstmordattentaten, die von militanten Gruppen beansprucht wurden.
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