Ein Schiff, das die Straße von Hormus durchquerte, wurde am Sonntag von einem Geschoss getroffen. Das an Bord ausgebrochene Feuer führte zur Evakuierung der Besatzung, teilte die der britischen Marine angeschlossene britische Agentur UKMTO mit. Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten sowie der strategischen Bedeutung der Meerenge für die Seeschifffahrt und Ölexporte.
Die UKMTO erklärte, sie erhalte Informationen über den Angriff, und teilte mit, dass das Schiff getroffen wurde, während es die Meerenge durchquerte. Zunächst wurden keine Angaben zur Identität des Schiffes, zu den Urhebern des Angriffs oder zu möglichen Opfern gemacht.
Unabhängig davon berichteten iranische Staatsmedien, dass ein iranisches Handelsschiff am Sonntagmorgen vor der Südküste Irans getroffen worden sei. Dabei kam eine Person ums Leben, drei weitere wurden verletzt.
Der Bericht über den Angriff auf das Schiff erfolgte einen Tag, nachdem Saudi-Arabien die Ost-West-Pipeline vorsorglich vorübergehend stillgelegt hatte. Vorausgegangen war ein Drohnenangriff, von dem Bagdad und Riad erklärten, er sei vom Irak aus gestartet worden. Die Pipeline durchquert die Arabische Halbinsel und ist angesichts der Schließung der Straße von Hormus zu einer wichtigen Route für die Ölexporte der Region geworden.
Unterdessen soll Iran am Montag im Oman an einem Treffen mit den arabischen Golfstaaten teilnehmen, um die Lage in der Meerenge zu erörtern. Ein iranischer Beamter erklärte gegenüber Reuters unter der Bedingung der Anonymität, dass von dem Treffen kein entscheidender Durchbruch erwartet werde.
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