Deutschland beabsichtigt, seinen Auslandsnachrichtendienst (BND) im Kontext der Befürchtungen zu reformieren, dass die Vereinigten Staaten den Austausch von für Europa wesentlichen Informationen aussetzen könnten. Die Regierung in Berlin prüft die Erweiterung der Befugnisse deutscher Spione und die Lockerung der nach dem Zweiten Weltkrieg auferlegten Beschränkungen, um autonomer auf globale Bedrohungen reagieren zu können. Deutsche Führer sind besorgt, dass der amerikanische Präsident die Abhängigkeit Europas von amerikanischen Informationen als Druckmittel nutzen könnte.
Der BND, der 1956 gegründet wurde und rechtlichen Beschränkungen unterliegt, um Missbrauch zu verhindern, hat Einschränkungen, die seine Fähigkeit, direkt auf Bedrohungen zu reagieren, begrenzen. Zum Beispiel kann die Agentur Cyberangriffspläne identifizieren, aber nicht eingreifen, um sie zu stoppen.
Die vorgeschlagene Reform umfasst eine Erhöhung des BND-Budgets und die Lockerung der Datenschutzbestimmungen, die die Nutzung von künstlicher Intelligenz ermöglichen. Die Erweiterung der Befugnisse erfordert die Genehmigung des Parlaments, und deutsche Beamte betonen, dass sie angesichts moderner Bedrohungen ohne künstliche Einschränkungen handeln müssen.
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