Vor der Bestätigung des Sieges kündigte Flávio Bolsonaro an, das Wahlergebnis anzufechten, und verwies dabei unter anderem auf die Verlängerung der Wahlzeit um zwei Stunden – eine Maßnahme, die nach Meldungen über Transportprobleme und heftige Regenfälle beschlossen worden war. Im ersten Wahlgang hatte Lula 45,16 % und Flávio Bolsonaro 47,03 % erhalten, während das entscheidende Ergebnis das Kräfteverhältnis umkehrte.
Nach der Wahl stellte Donald Trump das Ergebnis in Brasilien infrage und sagte, es habe „wie eine weitere manipulierte Wahl gewirkt“, ohne Beweise vorzulegen. Zugleich erklärte er, Wahlen dürften keinen Raum für Zweifel lassen; bis Montagmorgen hatte er Lulas Wiederwahl öffentlich nicht anerkannt.