Am Dienstag, Argentinien feierte 50 Jahre seit dem Militärputsch von 1976 mit einer groß angelegten Protestaktion in Buenos Aires, wo Zehntausende von Menschen zur Plaza de Mayo marschierten. Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen und linke Gruppen trugen Plakate mit der Botschaft 'Nunca mas' und ehrten die, die während der Diktatur verschwunden sind.
Aktivisten schätzen, dass bis zu 30.000 Personen zwischen 1976 und 1983 entführt oder getötet wurden, und das Schicksal vieler bleibt unbekannt. Estela de Carlotto, die Präsidentin der Großmütter von Plaza de Mayo, betonte, dass immer noch fast 300 Personen gesucht werden, deren Identitäten verändert wurden. Die Gedenkfeier fand im Kontext politischer Spannungen statt, wobei Präsident Javier Milei die Zahl von 30.000 Verschwundenen in Frage stellte und eine Liste mit 8.753 Namen anführte.
Die Mehrheit der Argentinier hat ein negatives Bild von der Diktatur und wünscht sich die Fortsetzung der Prozesse für die Verbrechen aus dieser Zeit.
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