Die Europäische Kommission beabsichtigt, Unternehmen, die fossile Brennstoffe in die Europäische Union exportieren, eine zusätzliche Frist von einem Jahr zur Einhaltung der Vorschriften über Methanemissionen zu gewähren. Das kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag im Europäischen Parlament an.
Die Maßnahme wird als Lösung präsentiert, um den Druck auf die Energiepreise zu verringern und Unternehmen sowie Verbraucher vor der kalten Jahreszeit zu unterstützen. „Wir werden Exporteuren bei den Methanvorschriften einen zusätzlichen Spielraum von einem Jahr gewähren“, erklärte von der Leyen.
Die Kommissionspräsidentin warnte, dass die Unternehmen mit hohen Kosten konfrontiert seien und die Bevölkerung Schwierigkeiten habe, ihre Rechnungen zu bezahlen. Sie betonte, dass angesichts einer möglichen Verschärfung der Lage mit näher rückendem Winter ein rasches Eingreifen erforderlich sei.
Zur Senkung der Kosten wird Brüssel zudem einen strategischen Dialog über europäische Raffinerien einleiten. In den kommenden Monaten soll die Europäische Kommission Maßnahmen zur Erhöhung des Stromanteils am gesamten Energieverbrauch vorschlagen. Diese Initiativen sind Teil der Bemühungen der EU, die Emissionen zu senken und gleichzeitig den Zugang zu bezahlbarer Energie sicherzustellen.
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