Die Europäische Union bereitet das 20. Sanktionspaket gegen Russland vor, das sich darauf konzentriert, die Mechanismen zu blockieren, durch die Moskau bereits auferlegte Beschränkungen umgeht. Die Europäische Kommission beabsichtigt, zum ersten Mal das Instrument „Anti-Umlenkung“ zu aktivieren, das darauf abzielt, Russland daran zu hindern, Sanktionen über andere Staaten oder Unternehmen zu umgehen. Das Paket sieht ein vollständiges Verbot für maritime Dienstleistungen im Zusammenhang mit russischem Öl vor und erweitert die Liste der 'Geisterflotte' um 43 Schiffe. Außerdem werden Beschränkungen für die Wartung von LNG-Transportern eingeführt und Importverbote für Metalle und chemische Substanzen hinzugefügt. Im finanziellen Bereich werden 20 russische Regionalbanken auf die Sanktionsliste gesetzt. Die Kommission betont, dass die Wirksamkeit der Sanktionen sich in den sinkenden Steuereinnahmen Russlands aus Öl und Gas widerspiegelt, erkennt jedoch an, dass es weiterhin Versuche zur Umgehung gibt. Die Sanktionen erfordern Einstimmigkeit im Rat, und die Gespräche mit internationalen Partnern sind entscheidend für ihre Wirksamkeit.
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