Ein über 800 Kilogramm schwerer Wisent wurde am Donnerstagabend in der Gegend der Ortschaft Măgura Ilvei im Kreis Bistrița-Năsăud tot und enthauptet aufgefunden. Das Fehlen des Kopfes deutet darauf hin, dass das Tier möglicherweise von Wilderern getötet wurde; die genauen Umstände sollen jedoch im Rahmen der Ermittlungen geklärt werden.
Der Vorfall wurde vom Präfekten des Kreises, Stelian Dolha, bestätigt. Polizeibeamte des Kreispolizeiinspektorats Bistrița-Năsăud sowie eine Kommission der Direktion für Veterinärmedizin und Lebensmittelsicherheit begaben sich zum Fundort.
Der Wisent, eine sowohl in Rumänien als auch auf europäischer Ebene geschützte Tierart, war am 23. September erstmals in Lunca Ilvei gesichtet worden. Später gelangte das Tier in die Gegend von Măgura Ilvei, nachdem es durch die Gehöfte der Anwohner gezogen war. Zeugen beschrieben es als sanft und nicht aggressiv.
Einen Tag vor seinem Tod sollen Vertreter der DSVSA das Tier sediert haben, nachdem es krank wirkte und Schaum vor dem Maul hatte. Es wurden Proben für Untersuchungen entnommen, unter anderem um zu prüfen, ob sein Zustand durch den übermäßigen Verzehr von Äpfeln verursacht worden war. Nach dem Eingriff soll sich der Wisent wieder erholt haben. Das Tier stammte aus einem Reservat im Kreis Suceava, aus dem mehrere Exemplare in die freie Wildbahn entlassen worden waren.
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