Der 13-jährige Schüler, der am Montag an einer Mittelschule in Bistrița mit einem Messer eine Lehrerin und zwei Mitschüler angegriffen hat, soll höchstwahrscheinlich aus rassistischen Motiven vorsätzlich gehandelt haben. Dies erklärte der Erste Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft beim Kreisgericht Bistrița-Năsăud.
Die Ermittler erklären, der Jugendliche sei von zu Hause mit einem Taschenmesser, einer Sturmhaube, einem Militärhelm und Handschuhen gekommen. Er habe sich im Badezimmer der Schule ausgerüstet und sei anschließend zu dem Raum gegangen, in dem der Schüler lernte, den er angreifen wollte. Nach Angaben der Staatsanwälte hielt der Junge ihn wegen seiner Hautfarbe für einen Inder; zwischen den beiden habe es zuvor keine Konflikte gegeben.
Die Mathematiklehrerin wurde auf dem Flur angegriffen. Ein Schüler, der ihr zu Hilfe kam, erlitt eine Verletzung am Kopf. Der ursprünglich anvisierte Schüler erlitt eine oberflächliche Verletzung am Rücken. Der Angreifer wurde vom Schulwart und einem Sportlehrer entwaffnet und überwältigt.
In dem Badezimmer, in dem er sich vorbereitet hatte, fanden die Ermittler englischsprachige Nachrichten sowie legionärische und rechtsextreme Symbole. Die Staatsanwälte können derzeit nicht bestätigen, dass ein Radikalisierungsprozess stattgefunden hat, erklären jedoch, der Jugendliche habe keine Reue gezeigt.
Der Minderjährige ist in einer Kinderpsychiatrie in Cluj-Napoca untergebracht. Er ist strafrechtlich nicht verantwortlich und der Fall wird von der Staatsanwaltschaft beim Kreisgericht Bistrița-Năsăud wegen versuchten Mordes untersucht.
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