Mugur Isărescu, der Gouverneur der Nationalbank von Rumänien, hat erklärt, dass Rumänien in etwa fünf Jahren mit den Gesprächen über den Beitritt zur Eurozone beginnen könnte, vorausgesetzt, dass das Haushaltsdefizit auf unter 3 % gesenkt wird und die Wirtschaft ein nachhaltiges Wachstum aufrechterhält. Er betonte, dass das Haushaltsdefizit ein strukturelles Problem ist, das sich im Laufe der Zeit angesammelt hat und nicht die Verantwortung einer einzelnen Regierung ist. Isărescu hob hervor, dass die Unterfinanzierung der wesentlichen Sektoren wie Gesundheit und Bildung zur öffentlichen Verschuldung beiträgt.
Er erwähnte auch, dass neben der Reduzierung des Defizits ein schnelleres Wirtschaftswachstum als das Defizit erforderlich ist, um eine günstige Situation zu erreichen. Indem er die Vergleiche mit Bulgarien kritisierte, betonte Isărescu, dass Rumänien sich in einer ähnlichen Situation wie andere Volkswirtschaften in der Region befindet, die den Euro nicht angenommen haben. Er bekräftigte die Unterstützung der BNR für den Beitritt zur Eurozone und erwähnte, dass die Institution Pläne zur Vorbereitung auf den Euro hatte, diese jedoch aufgrund der Pandemie und regionaler Konflikte aufgegeben wurden.
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