Rumänien wird im kommenden Winter keine Probleme bei der Gasversorgung haben, und Haushaltskunden profitieren weiterhin von einem regulierten Preis, erklärte Romgaz-Generaldirektor Răzvan Popescu am Mittwoch auf der in Bukarest veranstalteten Eurogas-Konferenz.
Seinen Angaben zufolge liefert Romgaz mehr als 80 % des für Haushaltskunden bestimmten Gases. Für die Industrie und die übrigen Nicht-Haushaltskunden ist die Situation jedoch anders: Sie sind den europäischen Preisen sowie dem Wettbewerb zwischen Europa und den Märkten in Südostasien um verflüssigtes Erdgas ausgesetzt.
Răzvan Popescu erklärte, dass die Preisentwicklung in diesem Winter und in den kommenden Jahren von der europäischen Energiepolitik und der Abhängigkeit des Kontinents von Importen beeinflusst wird. Europa verbrauchte 2025 mehr als 330 Milliarden Kubikmeter Gas, während die heimische Produktion weniger als 10 % des Bedarfs deckt.
Vor diesem Hintergrund müssen das Projekt Neptun Deep und die Onshore-Produktion Rumäniens als strategische Assets behandelt werden. Die erste Förderung aus dem Vorkommen im Schwarzen Meer wird für die erste Hälfte des Jahres 2027 erwartet. Das Fördermaximum von rund acht Milliarden Kubikmetern pro Jahr soll bis zum Ende des dritten Quartals 2027 erreicht werden. Die Gesamtinvestition wird auf vier Milliarden Euro geschätzt. Die Konzession wird gleichberechtigt von OMV Petrom und Romgaz betrieben.
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