Die Chefanklägerin der Europäischen Staatsanwaltschaft, Laura Codruța Kovesi, hat einen Brief an die Europäische Kommission geschickt, in dem sie warnt, dass die jüngsten gesetzlichen Änderungen in der Slowakei bezüglich der Agrarsubventionen den Schutz der finanziellen Interessen der Europäischen Union erheblich verringern. Diese Änderungen erlauben die Beantragung von EU-Mitteln sogar für diejenigen, die unter strafrechtlicher Untersuchung stehen oder verurteilt wurden, und beschränken die Aussetzung von Zahlungen nur auf bestimmte Straftaten.
Kovesi betonte, dass diese Gesetzgebung die Fähigkeit der Behörden beeinträchtigt, während der strafrechtlichen Verfahren wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Auch mehrere europäische Abgeordnete haben ähnliche Bedenken geäußert und auf die mit der Verteilung von Mitteln verbundenen Betrugsrisiken hingewiesen. Darüber hinaus erwähnte Kovesi die legislativen Probleme in Griechenland, die die Untersuchung von Abgeordneten durch europäische Staatsanwälte blockieren und somit die laufenden Ermittlungen zu Betrügereien mit Agrarfonds beeinträchtigen.
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