Am Mittwoch hat das Europäische Parlament mit 334 zu 324 Stimmen einen Beschluss gefasst, der den Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) in Bezug auf die Gültigkeit des Handelsabkommens zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay) anruft. Diese Maßnahme blockiert theoretisch das Inkrafttreten des Abkommens für mehrere Monate.
Die Europäische Kommission kann jedoch entscheiden, den Vertrag vorläufig umzusetzen. Das Abkommen würde eine der größten Freihandelszonen der Welt schaffen und die Exporte der EU von Automobilen, Weinen und Spirituosen nach Lateinamerika erleichtern, während es den Import von südamerikanischen Produkten wie Rindfleisch und Soja ermöglicht. Kritiker warnen, dass das Abkommen die europäische Landwirtschaft durch billigere Importe, die nicht den EU-Standards entsprechen, beeinträchtigen könnte.
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