Die Anwälte von Călin Georgescu haben die von der DIICOT angeordnete Beschlagnahme seiner Villa in Mogoșoaia angefochten. Diese erfolgte im Rahmen des Verfahrens, in dem dem ehemaligen Präsidentschaftskandidaten vorgeworfen wird, einen Geschäftsmann um 1,1 Millionen Euro betrogen zu haben. Über die Beschwerde wird das Tribunal Bukarest am 7. Oktober entscheiden.
Die Sicherungsmaßnahme wurde von den Staatsanwälten am 24. September zur Wiedereinziehung des mutmaßlich entstandenen Schadens angeordnet. Georgescu befindet sich im Zentralen Gewahrsam der Hauptstadt, nachdem er im Rahmen der Ermittlungen für 30 Tage in Untersuchungshaft genommen worden war.
Das Verfahren geht auf die Anzeige eines Geschäftsmanns aus Buzău, Răzvan Leu, zurück, der angibt, dass von ihm eine Garantie in Höhe von einer Million Euro verlangt worden sei, um eine Kreditlinie für ein Geschäft mit Edelmetallen zu erhalten. Nach Angaben der Staatsanwälte soll Georgescu ihm Ionel Rusen empfohlen haben, der seinerseits den italienischen Staatsbürger Massimiliano Arena empfahl, der als Vertreter einer Schweizer Bank vorgestellt wurde.
Die Ermittler behaupten, dass 100.000 Euro der Garantie zur Finanzierung von Georgescus Präsidentschaftswahlkampf hätten dienen sollen; dafür sei sogar ein Ausgabenplan erstellt worden. Später soll der Geschäftsmann weitere 100.000 Euro überwiesen haben, nachdem ihm versprochen worden war, dass der Kredit bis zu 15 Millionen Euro betragen könne. Der Kredit wurde nicht gewährt, und das Geld soll nicht zurückerstattet worden sein.
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